PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 20/03 vom 14.05.2003

Ro Raftl, Grande Dame, und Michael Jeanée, Grumpy Old Man der Klatschspalten - arbeiten sie jetzt zusammen? Am Montag hatten beide ein Interview mit Michail Gorbatschow im Blatt. Beide erkundigten sich, warum er sich für Werbung hergebe, wie er ohne Raissa zurechtkomme und was er vom US-Präsidenten halte. Raftl wollte wissen: "Was sollte Fidel Castro tun, um sein Lebenswerk, den Kommunismus auf Kuba, über seinen Tod hinaus zu retten?" Jeanée fragte: "Was wissen Sie über die Befindlichkeit Ihres alten Freundes Fidel Castro?" Gorbatschow antwortete: "Fidel Castro ist kein Kommunist. Er war vielmehr Vertreter der demokratischen Intelligenz." Dann aber! Nur Raftl wagte es nachzuhaken: "Kürzlich ließ Castro Dissidenten einsperren und drei junge Kubaner erschießen. Können Sie erklären, warum?" Außerdem hatte die profil-Kolumnistin noch zwei Solofragen, die dem Krone-Mann nicht eingefallen waren: "Wie beurteilen Sie den Kräfteschub des Papstes?" Und: "Haben Sie den Zusammenbruch von Sowjetrussland vorausgesehen, als Sie die Perestroika ausriefen?" Gorbi: "Da habe ich einen Denkfehler gemacht. Das habe ich nicht geplant."


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