Oberzeiring ist überall

Kultur | CARSTEN FASTNER und WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 20/03 vom 14.05.2003

KULTURPOLITIK. Kunststaatssekretär Franz Morak hat den Wiener Festwochen überfallsartig die Bundessubventionen gestrichen. Hinter der Aktion steckt vermutlich Methode: mehr Provinz, weniger Wien. 

Er hat wieder zugeschlagen. Und wieder mal zum schlechtesten aller denkbaren Zeitpunkte. Vergangenen Dienstag, drei Tage vor der Eröffnung der Wiener Festwochen auf dem Rathausplatz, ließ Kunststaatssekretär Franz Morak (ÖVP) der Festwochen-Leitung über seinen Sektionschef Helmut Wohnout telefonisch und nebenbei ausrichten, dass das größte Festival der Bundeshauptstadt nicht mehr mit der bislang geleisteten Bundessubvention in Höhe von 364.000 Euro zu rechnen brauche. Und zwar ab sofort.

  So schildert man bei den Festwochen das jüngste Beispiel einer längst schon beachtlichen Reihe von spektakulären Eingriffen in den österreichischen Kulturbetrieb seitens der Republik. Dass man den Fall im Kunststaatssekretariat, einer Abteilung des Bundeskanzleramtes, anders darstellt, verwundert


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