Vom Küssen und vom Gähnen

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 20/03 vom 14.05.2003

FESTWOCHEN-TAGEBUCH. Woche eins: ein Besuch im Zirkus Shakespeare, ein fröhlicher Abend beim Friseur, Kafka im Informationszeitalter, Männer im Frauenraum und ein total verstaubtes Burgtheater. 

Zur Festwochen-Zeit ist der "Falter"-Theaterkritiker im Dauereinsatz. Nach Hause kommt er nur noch zum Wäschewechseln, auch in der Redaktion sieht man ihn dieser Tage selten. Einziges Lebenszeichen sind die Tagebuchnotizen, die er zwischen den Vorstellungen einsendet.

Mittwoch, 7. Mai Die Festwochen beginnen mit einem Gastspiel aus Stockholm: Das Königliche Dramaten Theater zeigt in einer Koproduktion mit dem Cirkus Cirkör Shakespeares Liebestragödie "Romeo & Julia" (noch bis 18.5. im MQ, Halle E), und als Zirkusphobiker blicke ich der Eröffnungspremiere skeptisch entgegen. Meine erste und einzige Begegnung mit dem Cirque du Soleil liegt zwar schon acht Jahre zurück, steckt mir aber immer noch in den Knochen; und dass die Festwochen vor sechs Jahren den sinnlosen Trommelwirbel "Stomp" eingeladen


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