Sideorders: Lust-Pavillons

Stadtleben | aus FALTER 20/03 vom 14.05.2003

Jetzt, mit sehr viel weniger Platz als vorher, bleibt kaum Raum, um über Grundsätzliches zu räsonieren. Egal, die besten Saletteln Wiens sind diese:

Salettl, 19., Hartäckerstr. 80, Tel. 479 22 22, tägl. 6.30-1.30 Uhr.

Mutter aller Szenesalettln, legendär, trotz Lage gegenüber vom Friedhof. Küche deftig, Publikum großbürgerlich. Detektive haben viel zu fotografieren.

Volksgarten Meierei, 1., Tel. 533 21 05, tägl. bis 21 Uhr.

Paradesalettl, Omi, Opi und die jungen Szenefreaks kommen dem Vernehmen nach auch. Essen auf der schwer klassischen Seite, aber irgendwie okay. Klassiker.

Volksgarten Pavillon, 1., Burgring 2, Tel. 532 09 07, tägl. 11-2 Uhr.

Nach kurzem Engagement des Edelcaterers Pöhl jetzt wieder von den Böhms selbst betrieben. Einzigartige Atmo, Fünfzigerjahre-Pavillon, DJs, Kult.

Café-Meierei Schönbrunn, 13., Kronprinzengarten, Tel. 817 76 01, tägl. 9-21 Uhr.

Nachdem der eigentlich noch bessere Pavillon im Tiergarten nur mittels Eintritt erreichbar ist, also dieser ebenfalls sehr hübsche Pavillon aus dem Jahr 1917. Frühstück, Kaiserschmarren, Seniorenteller.

Lusthaus, 2., Freudenau 254, Tel. 728 95 65, tägl. außer Mi 12-23 Uhr.

Dreistöckiges Salettl, viel geschmäht, aber halt doch sehr besonders, in seiner gewissen Art. Die Laterne ist einer der romantischsten Plätze Wiens.

WEIN Weil Südweine jetzt gern getrunken werden, besann man sich in Tunesien, dass die Traube hier ja auch wächst. Man pflanzte für den Villa Kassàr also an historischen Stätten, holte sich einen Australier, der sich mit "hot wines" auskennt, und machte einen konzentrierten Wein aus Syrah, Carignan und Cabernet Sauvignon von beachtlicher Würze und Fleischigkeit. Toll zu Couscous mit Lamm.

Preis: f 8,90, Bewertung: 4/5, bei Wine Company, 19., Heiligenstädter Str. 50.


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