Mossad oder Muzicant?

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 21/03 vom 21.05.2003

KULTUSGEMEINDE. Der Kanzler liefert sich eine Kraftprobe mit dem Präsidenten der jüdischen Gemeinde. Wird er die Sache nach österreichischer Art in die Länge ziehen? 

Der Bundeskanzler behauptet: Die Regierung tue "alles", um Österreichs Juden das "Leben zu erleichtern". Letzten Donnerstag dozierte Wolfgang Schüssel vor den Abgeordneten im Budgetausschuss: "Wir sind froh, dass wir sie haben."

  Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, hingegen sagt: "In Österreich redet man nicht mit uns, man ignoriert uns völlig. Schüssel gibt uns das Gefühl, dass sein Ziel die Liquidation unserer Gemeinde ist."

  Wer redet da an wem vorbei? Seit Jahren liegen Wolfgang Schüssel und Ariel Muzicant miteinander im Clinch. Vergangene Woche steuerte das Verhältnis zwischen Kanzler und dem Kultusgemeindechef auf einen neuen Tiefpunkt zu. Muzicant warf Schüssel Antisemitismus vor, weil dieser in einer Unterredung mit dem ehemaligen US-Vermittler Stuart Eizenstat angeblich


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