Denke schön

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 21/03 vom 21.05.2003

FESTWOCHEN-TAGEBUCH. Woche zwei: Denken mit Wittgenstein, Taxifahren in Budapest, Simpsons in Berlin, Superman aus Sibirien. 

Obwohl von Festwochen-Stress nicht die Rede sein konnte, ließ sich der "Falter"-Theaterkritiker auch vorige Woche kaum in der Redaktion blicken. Einziges Lebenszeichen waren die Tagebuchnotizen, die er aus verschiedenen europäischen Hauptstädten einsandte.

Dienstag, 13. Mai Der niederländische Regisseur Jan Ritsema gilt als Vertreter des postdramatischen Theaters. Das klingt dramatischer, als es ist. Gemeint ist damit ein Theater, das sich von der Übermacht des Textes emanzipiert hat. Das heißt aber nicht, dass es keinen Text geben muss, im Gegenteil: Das Skript zu dem postdramatischen Stück "Wittgenstein Incorporated" von Peter Verburgt, das heute Abend in der Halle G Premiere hat, ist sogar ziemlich dick. Die Festwochen haben mir den Text freundlicherweise in die Redaktion geschickt; ich habe aber aus Fair-Play-Gründen beschlossen, ihn nicht zu lesen -

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