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Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 21/03 vom 21.05.2003

WIENER FESTWOCHEN. Der russische Performer Jewgenij Grischkowez war voriges Jahr die Entdeckung der Festwochen. Jetzt kommt der begnadete Geschichtenerzähler wieder nach Wien. 

Bevor es losgeht, muss Jewgenij Grischkowez dringend noch etwas klarstellen: Er werde jetzt gleich hinter die Bühne gehen und als ein anderer zurückkommen. "Zum Applaus bin ich dann wieder da." So stellte sich der russische Performer voriges Jahr dem Publikum der Wiener Festwochen vor, als er im kleinen dietheater Konzerthaus sein autobiografisches Solo "Wie ich einen Hund gegessen habe" spielte. Knappe zwei Stunden später wollte der Applaus nicht mehr enden, und die Mundpropaganda sorgte schnell dafür, dass Zusatzvorstellungen eingeschoben wurden.

  Natürlich ist der Typ da oben auf der Bühne zunächst einmal niemand anderer als Grischkowez selbst. Aber er ist eben auch eine Bühnenfigur. "Meine Arbeit ist sehr privat", bestätigt der Künstler. "Aber es ist keine Beichte, es ist eine Performance. Die


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