Englishman in Saigon

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 21/03 vom 21.05.2003

FILM. Graham Greenes "The Quiet American" erweist sich auch in der neuen Verfilmung von Phillip Noyce noch als brisanter Stoff. 

Nacht liegt über Saigon. Aus dem Off hören wir die Stimme eines Mannes, der die Schönheit des Landes preist, diesen eigenartigen, dunklen Duft, der nach jedem Regen hier zurückbleibt und den man so leicht, erleichtert, einatmet: "Man sagt, was immer man sucht, in Vietnam wird man es finden." Dann blickt die Kamera hinunter auf den Fluss, zeigt eine Leiche, die nahe dem Ufer im Wasser treibt.

  So endet die Geschichte vom "Stillen Amerikaner", und so beginnt sie auch; die Erzählung selbst ist, in bester Tradition des Film noir, in einer Rückblende aufgehoben. Thomas Fowler, anno 1952 von der Londoner Times als Beobachter nach Vietnam entsandt, hat sich dort verliebt - in das Land und in Phuong, eine junge Vietnamesin. Dritter im Bunde ist ein gewisser Alden Pyle, ein Amerikaner, der vorschützt, im Dienst der medizinischen Forschung nach Saigon gekommen


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