Die Rache Hollywoods

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 21/03 vom 21.05.2003

FILM. "The Matrix Reloaded" ist der Versuch, "totales Kino" herzustellen. Heraus kommt ein widersprüchlicher Film, dessen Probleme interessanter sind als er selbst. 

The Matrix Reloaded" und "The Matrix Revolutions" im Kino (derzeit bzw. ab November); "The Animatrix", eine Serie überwiegend schöner japanischer Animationsfilme auf DVD und im Internet; zuletzt noch "Enter the Matrix", ein interaktives Computerspiel für die gängigsten Spielekonsolen: Wahrscheinlich ist das Phänomen "Matrix" die Rache Hollywoods am Autorenkino und der Nerds an der Trashkultur, die sie großzog. "The Matrix" (1999) war vor allem insofern eine Überraschung, als der Film des bis dahin unbekannten Autorenpaares Andy und Larry Wachowski den gängigen Erfolgsrezepten des High-Concept-Kinos in mehrerlei Hinsicht widersprach: ein esoterischer Science-Fiction-Plot, Darsteller aus dem zweiten (Keanu Reeves, Laurence Fishburne) und dritten Glied (alle anderen); dazu Kung-Fu-Sequenzen, Euro-Techno und Überlänge.


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