Wieder am Markt: Postkoitale Scholle

Stadtleben | aus FALTER 21/03 vom 21.05.2003

Die Maischolle ist so ein klassischer Fall von saisonalem Hype, wobei hierzulande erstens noch nicht so schlimm und zweitens mit echtem Hintergrund: Ab April sind die Flachfische mit Geschlechtsverkehr und Brutpflege fertig und kümmern sich wieder um ihr eigenes Wohl, was sie klarerweise besser schmecken lässt als davor. Maischolle gilt als besonders zart, weshalb wir die eher öden, norddeutschen Rezepte mit Speck und Erdäpfelsalat jetzt mal vergessen und den Fisch stattdessen nach Rick Steins bestem Fischkochbuch der Welt in eine Marinade aus geröstetem und gewürfeltem rotem Paprika, Chili, Knoblauch, Oregano, Zitrone und Olivenöl legen und sieben bis acht Minuten auf hoher Stufe mit dunkler und blattförmig eingeschnittener Seite nach oben grillen. Rosé dazu, passt.

Maischolle, bei Umar, 4., Naschmarkt, Stand 38-39, Tel. 585 21 77.


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