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Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

Journalisten wird nicht ganz zu Unrecht eine gewisse Eitelkeit nachgesagt. Wenn also jemand in der Redaktionssitzung des Falter seinen Artikel über, sagen wir, die Novellierung der Bleistiftbezugsordnung im Sozialministerium als Covergeschichte anbietet, setzt er sich eventuell dem Vorwurf aus, aus Gründen persönlicher Eitelkeit zu einer objektiven Einschätzung seiner Story nicht mehr in der Lage zu sein. So etwas würde Christopher Wurmdobler nie tun. Er sitzt da, erzählt in ruhigem, gerade noch vernehmlichen Tonfall, was er so zu schreiben gedenkt, und ist leicht verwundert, dass man ihn, wollte er den Song-Contest-Teilnehmer Alf Poier begleiten, tatsächlich nach Riga schicken und mit Spesengeldern ausstatten würde. Die Idee ins Rollen gebracht hatte Klaus Taschwer, der in seiner Judenburger Jugendzeit im Laufen nur von Alf Poier geschlagen wurde. Also wurde schnell noch ein letzter Flug reserviert, und Wurmdobler fand in Riga ein hübsches Jugendstil-Hotel mit Plastikparkett und


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