Dolm der Woche: Helmut Kukacka

Politik | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

Er ist ja schon ein paar Mal aufgefallen. Einmal als Schutzpatron der Weinbauern und Wirte, als er sich gegen eine Absenkung der Promillegrenze stark machte. Dann wieder als Pflichtverteidiger der Freier, als er dem einzigen Verein, der sich um Opfer von Frauenhandel kümmert, bei einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss vorwarf, "illegale Ausländerinnen" zu beherbergen. Nun hat sich das zum Staatssekretär avancierte schwarze Urgestein wieder eine kleine "Unaufmerksamkeit" (Kukacka über sich selbst) geleistet: Auf dem Briefpapier des Infrastrukturministeriums keilte er, der früher als Verlagsleiter für eine schwarze Parteizeitung arbeitete, um Inseratenkunden. Als gäbe es keine Unvereinbarkeit. Jetzt bedauert Kukacka, dass er das amtliche Briefpapier zu privaten Zwecken verwendet hat. Mal sehen, was die Justiz dazu sagt.


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