"Bin kein Spargelfreund"

Politik | GERALD JOHN und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

SPÖ. Der Zweite Nationalratspräsident Heinz Fischer über Klestil und Dollfuß, Gusenbauer und Haider, politische Sünden und seine Ambitionen auf das Amt des Bundespräsidenten.

Er ist ein wirklicher Hundling", sagt Heinz Fischer: "Er ist abstoßend und genial, borniert und hellsichtig, ein Intellektueller und ein Apparatschik zugleich. Ein Mensch mit vielen Widersprüchen." Nein, der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende und Zweite Nationalratspräsident meint nicht Bundespräsident Thomas Klestil, der unter Berufung auf die Verfassung vergangene Woche die Entlassung von Kanzler Wolfgang Schüssel andeutete. Und schon gar nicht SP-Chef Alfred Gusenbauer, der sich Jörg Haider beim Spargelessen annäherte. Derart freimütig spricht Heinz Fischer über Bertolt Brecht, in dessen Werken er abends schmökerte. Seine Politik-Kollegen bewertet der 64-Jährige, der als roter Kandidat für die Präsidentschaftswahlen 2004 gehandelt wird, behutsamer. Als das Tonband beim Falter-Interview zu laufen


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