"Wie in Erdberg"

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

FEINDSCHAFTEN. Der Präsident "theoretisierte" in der "Neuen Zürcher" über seinen möglichen Sturz des Kanzlers. Was kann Thomas Klestil in seinem letzten Amtsjahr noch alles anrichten? 

Bei Amtsantritt legt der Bundespräsident vor der Bundesversammlung ein Gelöbnis ab. Auf die Verfassung, alle Gesetze der Republik und seine treue Pflichterfüllung. Thomas Klestil leistete für sein letztes Amtsjahr einen neuen Schwur. Nicht vor der Bundesversammlung. Sondern exklusiv für News: "Ich werde", gelobte er in der letzten Ausgabe, "sicher nicht aufhören, ein Rufer in der Wüste zu sein. Mir missfällt vieles, was derzeit in Österreich vorgeht." Der jüngste Eid des Staatsoberhauptes blieb nicht ungehört. "Leider steht er in der Wüste Gobi", ätzte prompt ein schwarzer Ministersekretär in Anspielung auf das Wendewerk des ehemaligen ÖVP-Klubobmannes. "Und da kann er rufen, wie er will - es wird ihm keiner zuhören!"

  Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Thomas Klestil längst mit einem


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