PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

Ende gut, alles gut. Vor zweieinhalb Monaten hatte die Kronen Zeitung noch auf Seite eins bange gefragt: "Für Österreich eine Schande?" Vergangenen Sonntag konnte sie endlich antworten: Der Kabarettist Alf Poier hatte sich beim Song Contest in Riga als "Wunderknabe" erwiesen und den sechsten Platz belegt. Ja, aber "wie konnte Eurpoa seine liebenswerte, simple Botschaft verstehen?", fragte sich die Krone diesmal. Wir Österreicher sind ja bekannt für unseren Humor, aber die anderen? Die Krone kannte selbstverständlich auch "des Rätsels Lösung: Als echtes Original unterschied er sich derart vom übrigen durchgestylten Langweiler-Angebot, dass ihm international in der Vorberichterstattung viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde." Dem nicht genug: "Dank Aufreger Poier waren auch die Quoten sensationell: Das Stimmenzählen und die Entscheidung sahen 1,3 Millionen." Nur einer konnte die böse Schlagzeile nach der österreichischen Vorausscheidung offenbar nicht vergessen: "Ich bin total angfressen", sagte Poier, nachdem er nur Sechster geworden war, "das ist eine Blamage für den europäischen Musikgeschmack. Eine Schande."


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