FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

Fernsehserien geben dem Leben so was Konstantes, wenn nichts bleibt, wie es ist, kannst du dich wenigstens darauf verlassen, dass am Sonntag um 18.40 die Lindenstraße in der ARD beginnt. Seit 8. Dezember 1985 rennt die Endlossaga rund um die braven Menschen in der Münchner Straße, mit den Kindern aus der Serie bin ich quasi großgeworden. Jetzt stehen wir bei Folge 912 und die Serie ist noch immer nicht fad. Die Lindenstraße ist wie das Leben - manchmal ein Dahindümpeln, dann wieder großes Drama, dann wieder lustige Komödie. Aids, Bulimie, Mord und Totschlag, alles dabei. Großartig, was sich Serien-Erfinder Hans W. Geissendörfer einfallen lässt, um die Fans bei der Stange zu halten: Jetzt wird gerade die fiese blonde Lisa Sprechstundenhilfe bei Dr. Flöter, Ösi-Schauspieler Heinz Marecek taucht als der verschollene Vater von Gabi Zenker auf und ein arabischer Hausbewohner gerät unter Verdacht, ein Schläfer zu sein. Diese Serie bringt das Kunststück zusammen, dass meine Oma und Wolfgang Kralicek jede Woche wieder einschalten. Nachdem sie uns im ZDF und ORF die "Sopranos" abgesetzt haben, bleibt mir wenigstens noch die Münchner Saga.


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