Kommentar - Diagonale: Inkompetenz und Willkür

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

Vereinzelte kritische Berichte wie die in Standard oder profil können nicht darüber hinwegtäuschen: In der Filmbranche herrscht beredtes Schweigen, seit Donnerstag letzter Woche das Kunststaatssekretariat die Namen der künftigen Intendanten der Diagonale in Graz bekannt gegeben hat. Miroljub Vuckovic, 50, Direktor des Belgrader Filminstituts, soll künstlerischer, Tillmann Fuchs, 37, Fernsehmacher auf Jobsuche, kaufmännischer Leiter des Festivals des österreichischen Films werden - um es nach Gutdünken des Staatssekretärs (Südosteuropa! Spitzenproduktionen!! Event!!!) endlich mal gehörig umzukrempeln.

Sagen wir so: Alles, von der Ausschreibung der Intendanz über die Bestellung der neuen Leitung bis zur geplanten Neupositionierung des Festivals, stinkt nach Nepotismus und politischer Willkür. Doch schlimmer noch, es zeugt von der Ahnungslosigkeit sämtlicher Beteiligten in der Sache. Was die Qualifikation der beiden Intendanten betrifft, so ist deren Nichtzuständigkeit bereits


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