Häng nicht so rum!

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

WIENER FESTWOCHEN. Zwei Jahre nach "Shockheaded Peter" ist das Improbable Theatre wieder in Wien. In "The Hanging Man" zeigt die englische Theater-Boygroup, dass sogar ein Selbstmordversuch unterhaltsam sein kann. 

Kurz vor dem Tod, sagt man, läuft das Leben wie ein Theaterstück noch einmal vor dem inneren Auge ab. Wie ein Theaterstück? Das hätte natürlich den Vorteil, dass man an Lebenszeit gewinnt - schließlich dauert ein durchschnittlicher Theaterabend länger als ein Kinofilm.

  "The Hanging Man", die jüngste Produktion des britischen Improbable Theatre, spielt zwischen Leben und Tod. Es geht aber nicht um jene Bruchteile von Sekunden, in denen man das eigene Leben noch einmal Revue passieren lässt, sondern um eine Panne, die sich so skurril und makaber anhört, als wäre sie vom Monty-Python-Team ausgedacht: Jemand versucht sich in der Nacht in einer gerade in Bau befindlichen Kathedrale zu erhängen - aber das klappt nicht. Dem Mann, der noch dazu der Architekt des Gebäudes


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