"Ein großer Wurf"

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

KULTURPOLITIK. Nirgends gibt es so viel Geld für Off-Theater wie in Wien. Nirgends wird so wenig damit gemacht. Das soll jetzt anders werden: Eine radikale Reform des Förderwesens steht bevor. 

Wenn Politiker irgendwo in Europa über Theaterreformen nachdenken, dann geht es meist schlicht darum, Geld zu sparen. In Wien hat die Politik andere Sorgen: 5,6 Millionen Euro (77 Millionen Schilling) lässt die Stadt jährlich für freies Theater springen; rechnet man die Klein- und Mittelbühnen hinzu, erhöht sich der Betrag sogar auf knapp 16 Millionen Euro (220 Mio. Schilling). Das ist eine international ziemlich einzigartige Summe (Vergleichszahl aus Berlin: vier Millionen Euro), und die Stadt Wien denkt auch nicht daran, die Gelder zu kürzen. Sie würde sich nur wünschen, dass mit dem vielen Geld etwas besseres Theater gemacht wird.

  "Es ist keine Frage des Geldes", meint Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. "Die Mittel werden nur zu divers eingesetzt. Zu viele haben zu wenig Geld."


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