Jäger und Sammler

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

ALLTAGSKULTUR. Sie stiften ihr Palästinensertuch, den Siebzigerjahre-Norwegerpulli oder Kreisky-Pappkleiderbügel: Wolfgang Kos, der neue Direktor des Historischen Museums, zeigt zum Einstand persönliche Sammelobjekte prominenter Wiener aus Kultur, Wissenschaft und Medien. 

Ein Hauch von Wohnzimmer und Improvisation, quasi heimeliges Gefühl, weht einem im Atrium des Historischen Museums entgegen. An den Wänden hängen keine alten Ölschinken, und in den Vitrinen stehen keine antiken Häferln. Die Halle ist voll mit etwa 150 skurrilen und interessanten Objekten, den Ergebnissen persönlicher Sammelwut. Wolfgang Kos, langjähriger Ö1-Macher, Historiker und neuer Direktor des Hauses am Karlsplatz, hat Freunde, Kollegen und Wegbegleiter, also die Wiener Intelligenzija, gebeten, ihm zum Einstandsfest doch ein Sammelobjekt mitzubringen, ein Stück persönlicher Geschichte mit einer Wortspende dazu. Mit nur einer Einschränkung: Die Objekte sollten aus der Zeit zwischen 1950 und 2000 stammen.


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