TIER DER WOCHE: Was isst los?

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 22/03 vom 28.05.2003

"Most shallow man! ... Civet is of a baser birth than tar, the very uncleanly flux of a cat."

Shakespeare lässt in "Wie es euch gefällt" über Bauern lachen, die nicht wissen, dass Civet (Moschus) aus den Analdrüsen der Zibetkatze gewonnen wird.

Das Ganslessen zu Martini scheint ja noch weit zu sein, aber der kluge Mensch sorgt vor, da der jährliche Bedarf an diesen Vögeln bei 300.000 liegt. Das ist beachtlich, vor allem wenn man bedenkt, dass nur sieben Prozent davon aus Österreich kommen. Dank einer Initiative der Landwirtschaftskammer namens "Rent a goose" kann man jetzt heimische Weidegänse mieten und kaufen. Der Besitzer darf seine Gans auf der Weide besuchen und ihr beim Wachsen zusehen. Natürlich mit dem Endziel, den fetten Vogel im November schlachten und verspeisen zu können. Schön, wenn denaturierte Städter wieder etwas Beziehung zu ihrem Essen aufbauen können. Bei Tisch kann man sich dann nicht nur über die kulinarischen, sondern auch über die persönlichen Qualitäten


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