VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

Thomas Mießgang hat Humor, Witz und Selbstironie. Wer diesen Satz im Angesicht des meist ernst bis sehr ernst wirkenden derzeitigen Chefideologen der Wiener Kunsthalle überraschend findet, lasse sich von folgendem Textausschnitt eines Besseren belehren. Mießgang war (selbstverständlich auf eigene Kosten, wie damals üblich), zum Avantgarde-Jazz-Festival nach Moers gefahren und verfasste folgenden Bericht. Er machte ihn zwar als "Brief aus Moers" auf, tarnte enttarnte das Ding jedoch im Titel sogleich mit dem Zusatz "getürkt".

  Mießgangs "Brief" in Auszügen: "Der österreichische Kritiker Gunter Bauwauwau (Name von der Redaktion geändert), der sich gleich mir in der niederrheinischen Kleinstadt Moers herumtrieb, wurde durch sein bekanntermaßen restringiertes Rezeptionsvermögen daran gehindert, ein elaboriertes musikalisches Konzept in seiner ganzen Größe und Kühnheit zu erkennen und zu würdigen: ,...lautstark-einförmige Gitarrenetüde' - ... ,öder Auftritt' ... ,Dilettantismus


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