Die Raffgier des ÖGB ...


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. ... und die Vernunft der Leitartikler. Ein österreichisches Pasticcio aus Bubenstreich und Abwehrstreik. 

Was beschäftigt einen österreichischen Kommentator am Streikgeschehen am meisten? Die Frage, ob die Gewerkschaft für den durch Streiks angerichteten Schaden aufkommen muss. Der ORF erörterte bis zuletzt auf all seinen dunklen (pardon, blauschwarz eingedunkelten) Kanälen diese wichtige Frage. Den Chefredakteur der Presse treibt seit Wochen nichts anderes um. Wer die Antwort nicht geahnt hat, weiß hingegen seit dem ausgezeichneten Artikel von Alfred J. Noll im Standard vom 31.5./1.6., dass Streik ein verfassungsmäßig garantiertes Grundrecht der arbeitenden Bevölkerung darstellt.

  Mich beschäftigt jetzt umgekehrt die Frage, ob ich ein Recht auf Schadenersatz für all den Unsinn habe, den ich hören oder lesen muss. Aber nur kurz, denn die verfassungsmäßig garantierte Meinungsfreiheit ist mir heilig. Und wenn mir der Chefredakteur der Kleinen Zeitung

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