Die Wüste lebt

Vorwort | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

THEATER. Mit einer radikalen Reform bringt Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny endlich Bewegung in die Wiener Theaterszene. 

Mit den Konzeptpapieren zur Reform des Wiener Theaters, die diverse Kommissionen in den letzten zehn Jahren ausbaldowert haben, ließe sich locker die Strecke vom Rabenhof bis zur Josefstadt asphaltieren. Das vorige Woche präsentierte Konzeptpapier, das ein dreiköpfiges Autorenteam (Lackenbucher, Mattheiß, Thier) im Auftrag von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) erstellt hat, unterscheidet sich von bisherigen Versuchen in zwei entscheidenden Punkten. Erstens: Die Studie "Freies Theater in Wien" ist gründlicher recherchiert, besser durchdacht und praxisnäher formuliert als alle ihre Vorgänger. Zweitens: Der Stadtrat scheint fest entschlossen, den Worten umgehend Taten folgen zu lassen.

  Wie berichtet (siehe Falter 22/03), wollen die Studienautoren keinen Stein auf dem anderen lassen. Erstens: Das im Förderwesen nach wie vor gängige Prinzip


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