Umverteilung neu

Vorwort | MARTIN SCHENK | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

KOMMENTAR. Jetzt auch in Österreich: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Und die Politik fördert das auch noch. 

Die Schere öffnet sich. Ein Blick in die Lohnsteuerstatistik zeigt eine zunehmende soziale Polarisierung in Österreich: Ein unterdurchschnittlicher Anstieg der Einkommen unten, überdurchschnittliches Einkommenswachstum oben.

  Seit 1995 sind die Nettolöhne der untersten dreißig Prozent der Einkommensbezieher nur um 2,3 Prozent gestiegen, die obersten fünf Prozent dagegen konnte eine stolze Zunahme von 17,4 Prozent verzeichnen. Die oberen fünf Prozent haben 13,2-mal so viel verdient wie einer aus den untersten dreißig Prozent. 1995 hat ein "Reichster" nur knapp elfmal so viel lukriert wie ein "Armer". Die obersten zehn Prozent erhalten ein Nettoeinkommen, das höher ist als das der unteren fünfzig Prozent.

Das überproportionale Einkommenswachstum der obersten fünf Prozent entspricht einem Zusatzgewinn von mehr als fünfhundert Millionen Euro. Bliebe die


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