Bauvolk der anderen Welt

NINA HORACZEK | Politik | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

SOZIALFORUM. Vergangenes Wochenende trafen sich 1500 Globalisierungskritiker in Hallein, um zu zeigen, dass eine andere Welt möglich ist. Wer sind diese Menschen, die ständig die Welt umkrempeln wollen? 

Manche ecken überall an. "Komm ich ins ÖGB-Präsidium, fragen s' mich gleich, wann ich zum Frisör geh", sagt Peter Schissler, Bundessekretär der Chemiegewerkschaft, "aber hier sind die langen Haare total wurscht." Dafür passt der Schnauzer nicht ins Bild. Auf der Perner Insel in Hallein, wo esoterisch angehauchte Weltretter "Friede" in allen Weltsprachen auf ihr Indianerzelt malen, hippe Kämpfer gegen den Neoliberalismus mit bunten Dreads und in Badelatschen herumschlapfen, wirkt Schisslers Reinhold Bilgeri-Look ebenfalls ziemlich deplatziert. Ihm ists egal: "Hier gehts ja nicht um den kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern um das größtmögliche Vielfache."

  Wo treffen sich Gott und Karl Marx auf ein Bier? Wo schimpft ein ÖVP-Politiker über das neoliberale Wirtschaftsmodell

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