Ins Knie geschossen

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

GRÜNE. Die berüchtigten Wiener Fundis landeten wieder einmal einen Coup: Diesmal montierten sie sich selber ab. 

Eine Sauerei, wie das inszeniert wurde", schimpft Martin Margulies: "Da haben einige alte Rechnungen beglichen." Anders kann sich Margulies, Wortführer der Fundi-Fraktion der Wiener Grünen, die Niederlage nicht erklären. Denn eigentlich fühlten sich Margulies und seine Verbündeten seit den Wahlen oben auf. Erfolgreich hatten sie gegen die schwarz-grünen Regierungsverhandlungen angekämpft, bis die Parteispitze schließlich abwinkte. Auch am Sessel von Klubobmann und Oberrealo Christoph Chorherr begannen die "Basiswappler" schon zu sägen.

  Jetzt kann sich Chorherr beruhigt zurücklehnen. Am Sonntag vor einer Woche flogen seine Gegner hochkant aus dem Parteivorstand. Dort sitzen jetzt fast nur noch Pragmatiker. "Die Fundis haben sich selbst ins Knie geschossen", frohlockt ein Wiener Realo.

  Schuld daran ist vor allem einer. Der Burgenländer Pius Strobl hatte im Frühjahr


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