Umgefärbtes Österreich

Politik | ARMIN THURNHER | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

POLITISCHES BUCH. Die Republik nach der Wende. Ein neues Buch zeigt, dass die Ursachen dieser Wende nicht nur in Österreich zu suchen sind. 

Niemand wird behaupten, es gäbe zu wenig Österreichbücher. Im Gegenteil, die Entwicklung dieses Staates und dieser Nation reizen offenbar ihre des Schreibens und Reflektierens mächtigen Einwohner über die Maßen, sich mit Österreich auseinander zu setzen. Sei es, weil die Kleinheit des Rests, der nun einmal Österreich geworden oder geblieben ist, seinen Einwohnern meist eine gewisse Größe verwehrt. Wer immer auf dem engen österreichischen Markt reüssiert, ist auf dem großen Markt deutscher Sprache noch immer nicht mehr als eine Lokalgröße. Manche leiden nicht nur an der Relativität der eigenen Größe, sondern auch am Bedeutungsverlust des Landes. Andere halten alles, was hier geschieht, nur für eine Art karikierten Sonderfall des Weltgeschehens.

  Gerfried Sperl, Gründungs-Chefredakteur des Standard und neben Herausgeber Oscar


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