Hier kommt der Eiermann

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

KUNST. Posthum wird dem früh verstorbenen Martin Kippenberger (1953-1997) jene Beachtung zuteil, um die sich der deutsche Künstler Zeit seines Lebens mit umstrittenen Mitteln bemüht hat. In Wien, wo er - ebenso wie im Burgenland - seine Spuren hinterlassen hat, ist ihm nun eine Ausstellung im Museum moderner Kunst gewidmet. 

Der Martin hat immer gesagt: Nach Venedig fahre ich entweder als Biennale-Teilnehmer oder auf Hochzeitsreise", erzählt Marta Lex, Kellnerin im Hotel Raffl im burgenländischen Jennersdorf. Der 1997 im Alter von 44 Jahren verstorbene Maler, Kosename Kippy, verbrachte sein letztes Lebensjahr in dem Dorf nahe den Grenzen zu Ungarn und Slowenien. "Der Arme, auf Hochzeitsreise ist er gefahren, aber die Biennale-Einladung hat er nicht mehr erlebt", sagt die vom deutschen Gast stets mit "Frau Doktor" Angesprochene und deutet auf ein großes gerahmtes Plakat an der Wand der getafelten Stube: Es zeigt Kippenberger vor dem deutschen Pavillon in den Giardini stehend - als


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