"Mir wars zu hübsch"

Kultur | MICHAEL OMASTA und NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

FILM. Anlässlich des Festivals "Identities" sprach der "Falter" mit der Theoretikerin Laura Mulvey, deren Kritik an der männlichen Perspektive des Kinos schon vor dreißig Jahren ein Fundament feministischer Filmtheorie legte. 

Mit ihrem Aufsatz "Visuelle Lust und narratives Kino" hat Laura Mulvey, britische Filmemacherin und psychoanalytisch geschulte Pionierin der feministischen Filmtheorie, das Denken über Film maßgeblich beeinflusst. Aus der Analyse klassischer Hollywoodfilme von Douglas Sirk, Howard Hawks und Alfred Hitchcock leitete sie das eminent (geschlechter-)politisch besetzte Phänomen der Schaulust ab, dem sie einen dialektischen Blick und die Forderung nach einem anderen Kino entgegenhielt, die nicht zuletzt im aktuellen queer filmmaking Niederschlag fand. Der Falter traf Mulvey zum Gespräch, als diese Mitte Mai an der von Synema veranstalteten Tagung "Screenwise" teilnahm.

Falter: Stimmt es, dass Sie noch nie in Wien waren?

Laura Mulvey: Ich war erst einmal in Wien, 1959


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