Im Konversationskorsett

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

DENKMAL (2). Beim Tanzquartier-Stadtprojekt durfte man diesmal Suppe essen, musste sich dabei streng geregelt unterhalten und erfuhr Neues von Mozarts Nachfahren. 

An einem heißen Samstag im Freien heiße Suppe zu essen, klingt ein bisschen nach Zumutung, zugegeben. Doch was die Choreographin Andrea Bold sich für das Sommerprojekt "DenkMal" des Tanzquartiers ausgedacht hat, kam zumindest bei den Suppenessern gut an. "Fütterung der Denkmäler" nannte sich der Beitrag, für den im Fürstenhof des MuseumsQuartiers eine lange Tafel aufgebaut wurde, weißes Tischtuch, schönes Porzellan, Wasserkaraffen, Brot und Olivenhäppchen. Zu beiden Seiten des Tisches standen je 25 Sessel, auf denen die Besucher Platz nahmen. "Zwei Menschen essen Suppe miteinander. Der/die eine fragt und zwar ausschließlich: Kein Kommentar, kein Vergleich mit der eigenen Geschichte nur Verstehen. Der/die andere antwortet": So lautete die gedruckte Anweisung und schon kam Koch Peter Panayi mit Hühner- beziehungsweise


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