Wieder am Markt: Portulak

Stadtleben | aus FALTER 23/03 vom 04.06.2003

Heißt zwar wie etwas, weswegen man nicht zögern sollte, zum Arzt zu gehen, ist aber ein lustiges, grünes Kraut mit Hunderten Synonymen (Purzelkraut, Kreusel ...), das angeblich aus Indien stammt, im elisabethanischen England recht beliebt war und heute einigermaßen vergessen ist. Blöd, weil der Portulak strotzt nur so vor Vitamin C und schmeckt eigentlich auch ganz nett, säuerlich frisch und auch etwas salzig, dem Sauerampfer nicht unähnlich. Wertet jeden grünen Salat auf (kaltgepresstes Sonnenblumenöl!), kommt aber auch mit Gurken und Paradeisern ganz gut. Ebenfalls denkbar: gehackt und mit Topfen aufs Roggenbrot (mit oder ohne Radieschen) oder in eine Paradeiser-Vinaigrette für den grünen Spargel. Auch von einem Portulakspinat weiß das Internet, klingt aber nicht besonders verlockend.

Pak Choi, bei Kravitz, 4., Naschmarkt, Stand 300, Tel. 586 33 98.


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