Der Verschwender

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 24/03 vom 11.06.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Was ist der größere Skandal: dass der Finanzminister Geld hinauswirft, oder wofür er das tut? 

Wenn der Finanzminister der Republik Österreich den Artikel liest, den Florian Klenk in diesem Falter über ihn geschrieben hat, wird das für uns steuerzahlende Staatsbürger dieser Republik vermutlich ziemlich teuer. Klenk zeigt anhand eines Papiers, mit dem sich der Finanzminister gegen Vorwürfe des Parlaments zu rechtfertigen versucht, wie sich Karl-Heinz Grasser bei seiner mehr oder weniger segensreichen Tätigkeit von wem beraten lässt, und was das Finanzministerium dafür bezahlt.

  Als klassischer FPÖ-Politiker hätte Grasser natürlich die ehemalige Rechtsanwaltskanzlei des Justizministers beauftragt, ein paar Schriftsätze loszulassen und straf- und zivilrechtlich alles zu unternehmen, um die Sache im Keim zu ersticken. In fetten Zeiten erreichten uns ja mehrere von dieser Kanzlei verfasste Schriftstücke am Tag. Da Grasser jedoch, trotz Herkunft aus


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