Der BerlusÇconek

Medien | NIKLAS PERZI | aus FALTER 24/03 vom 11.06.2003

TSCHECHIEN. Wie ein tschechischer Medienmagnat das Qualitätsfernsehen in die Krise stürzte, sich von der früheren Regierungspartei zum Senator wählen ließ und nun das tschechische Parlament zwingt, die Mehrwertsteuern zu erhöhen. 

Fernsehen und Tschechien. Vielen fällt dabei sofort der so genannte "Weihnachstreik" des Jahres 2000 ein, als sich Zehntausende Menschen am Prager Wenzelplatz versammelten, um den staatlichen Sender vor dem Zugriff der Politiker zu bewahren. Die Bilder gingen um die Welt, passte doch alles so schön zusammen: Machthungrige Politiker, mutige Journalisten, eine Revolte mit Weihnachtskitsch, dazu die Erinnerungen an die "sanfte Revolution" gegen das kommunistische Regime von vor zehn Jahren davor.

  Wen stört es da schon, dass der staatliche Sender, dem damals die Sympathien der Weltpresse zuflogen, im Land selber nur mehr eine mediale Restgröße war, der schon lange im Schatten des erfolgreichsten Privatsenders der Welt dahindümpelte. Sein Name: Televize


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