Paradeprobleme

THOMAS PRLIC | Stadtleben | aus FALTER 24/03 vom 11.06.2003

STRASSENUMZÜGE. Die Wiener Love Parade hat Konkurs angemeldet, und auch die alternative FreeRePublic kämpft mit Schwierigkeiten: Die Polizei droht der Kundgebung ihren politischen Charakter abzusprechen. 

Weltfriedens-Demo oder sinnentleertes Partyspektakel, ein lebendiger Ausdruck von Jugendkultur oder schlicht kommerzielle Abzocke: Zumindest die alljährlichen Diskussionen bleiben den Machern der Wiener Love Parade heuer erspart. Während der Berliner Urversion des Straßenumzuges im vergangenen Jahr der Status einer politischen Demo aberkannt wurde, fällt das Wiener Pendant heuer überhaupt aus - die Veranstalter sind pleite. "Wirtschaftlich hat die Sache schon vom ersten Jahr an nicht funktioniert", sagt Christian Muzik, einer der drei Organisatoren der Parade. Den Veranstaltern gelang es nie, genügend Sponsoren für den rund 360.000 Euro teuren Umzug an Land zu ziehen. "Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass wir jemals etwas damit verdient haben." Heuer zogen die

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