Wieder am Markt: Hiesige Heurige

Stadtleben | aus FALTER 24/03 vom 11.06.2003

Heurige, also die Erdäpfel, sind eine feine Sache: erstens, weil sie sehr gut schmecken, zweitens, weil sie schnell durch sind, und drittens, weil man sie nicht schälen muss, was den Genuss des Erdapfels nämlich so ungefähr vervierfacht. Jetzt ist es nur so, dass die wirklich sehr frühen Heurigen aus Zypern und Ägypten aromamäßig halt leider ziemlich kleine Lichter sind, vom Transportwahnsinn ganz zu schweigen. Michael Bauer, Gemüsephilosoph und Obstvisionär aus Stetten, wählte für seine biologischen Heurigen die deutsche Sorte "Friesländer", die nicht nur früh dran sind, sondern auch fantastisch schmecken, irgendwie fruchtig, mit knackigem Biss. Unübertrefflich mit ein bisschen Rosmarin und Olivenöl, aber auch mit Meersalz und normannischer Butter eine absolute Delikatesse.

Bei Melitta Pohl, 3., Augustinermarkt, Stand 37-38, Tel. 713 50 61.

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FALTER 46/18

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