StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 24/03 vom 11.06.2003

Eine strahlend weiße Acrylglaskugel mit zwei Meter Durchmesser, von innen beleuchtet, thront jetzt als neues Wahrzeichen der Stadt auf der Balustrade der revitalisierten Urania. Stefan Fillitz, Bildhauer und Professor an der Angewandten, will mit seiner Plastik die Welt, das Universum, mit abstrakten Mitteln ausdrücken: Über drei voneinander abgesetzten weiß beschichteten Metallscheiben (Wasser, Erde, Luft) schwebt die Kugel als Symbol des Universums, sie soll Tag und Nacht leuchten. "Wie ein Monolith am Kai", erklärt der 52-Jährige. Für den Mann, der sich seit zwanzig Jahren mit asiatischer Philosophie beschäftigt und seitdem Kleidung und Leben möglichst ganz in Weiß hält, ein Projekt im Sinne seiner Denkweise: "Die Lichtkugel ist nicht fassbar, die Figur, das reine Objekt, hat heute keine Relevanz mehr." Seit den Achtzigern arbeitet der eigenwillige Künstler schon mit Lichtinstallationen, mit "geformten Licht", wie er es nennt. J. O.


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