Der Fall Grassers

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 25/03 vom 18.06.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Der Finanzminister müsste zurücktreten. Tut er aber nicht. Wieso auch? Österreich wird ja neu regiert. 

Nun haben wir einen Fall Grasser. Die Fakten sind klar: Die Industriellenvereinigung zahlt dem Finanzminister dessen private Homepage; die Kosten dafür betragen um die 200.000 Euro im Jahr (dafür kriegt man zwei fesche Jaguare der besseren Kategorie, ohne Rabatt). Der Finanzminister hat - wohl in der Ahnung, dass ein Minister besser kein Geld annähme - Mitarbeiter seines Kabinetts einen Verein gründen lassen, der diese Spenden entgegennimmt und die Homepage betreibt. Unglücklicherweise gehört die Betreiberfirma dieser Homepage einer PR-Agentur, die vom Finanzminister mit allerlei lukrativen Aufträgen zur Erhöhung seines Ansehens im Land bedacht wird. All das ist nachzulesen bei Florian Klenk (im letzten und in diesem Falter, Seite 8 ff.) und in anderen Medien des Landes. Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung gibt freimütig zu, Karl-Heinz


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