"Das war eine große Lüge"

Politik | TANSEL TERZIOGLU / BRÜSSEL | aus FALTER 25/03 vom 18.06.2003

GRÜNE. Der Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit über die vorgegaukelten Massenvernichtungswaffen des Irak, die deutsch-französische Arroganz, Schwarz-Grün in Österreich und George W. Bush, den texanischen Bolschewiken. 

Den Spitznamen verdankt er seiner politischen Gesinnung und seiner Haarfarbe: Seit gut 35 Jahren ist der Politiker Daniel Cohn-Bendit gemeinhin als "Dany le Rouge" - Dani, der Rote - bekannt. Der 1945 in Frankreich geborene Sohn jüdischer Eltern lebte zunächst in Deutschland. Als Student kehrte er nach Paris zurück, um sich dort mit einem deutschen Wiedergutmachungsstipendium in die Soziologie zu vertiefen. Als Sprecher und Führer der Pariser Studentenrevolte wurde er in den Sechzigerjahren zum Schrecken des gesellschaftlichen und politischen Establishments. Nach den legendären Mai-Unruhen 1968 verwiesen die französischen Behörden Cohn-Bendit des Landes.

  In Frankfurt, wo er seither lebt, zählte Dany gemeinsam mit Joschka Fischer zur Sponti-Szene, die


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