WIENZEUG

Politik | aus FALTER 25/03 vom 18.06.2003

Chorherr träumt vom 24. Bezirk Christoph Chorherr, Klubobmann der Wiener Grünen, hat immer wieder schräge Ideen: ein Radweg auf Stelzen, eine autofreie Siedlung, gratis Stadträder. Manche der Projekte klappen besser, manche schlechter. Chorherrs neueste Vision läuft Gefahr, in die zweite Kategorie zu fallen. Der Daniel Düsentrieb der Stadtpolitik träumt davon, den Handelskai nach Vorbild des Areals bei der UNO-City teilweise überplatten zu lassen. Entlang des rechten Donauufers soll dann auf einer Länge von zwanzig Kilometern Wiens 24. Bezirk entstehen. Bauträger, Architekten und Stadtverwaltung hat Chorherr bereits angebohrt und hofft, dass der neue Bezirk in zwanzig Jahren stehen könnte. Eine Kleinigkeit ist aber noch unklar: was das Ganze kostet.

Unterschriften für Notstandshilfe Ihre Abschaffung wird keine Großdemonstrationen am Heldenplatz provozieren: Die Regierung will die Notstandshilfe, die vor allem armen Leute zugute kommt, streichen und durch die Sozialhilfe ersetzen.

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