Banale Grande

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 25/03 vom 18.06.2003

KUNST. Ist Österreich eine Diktatur? Die Skulpturen des Bildhauers Bruno Gironcoli auf der Biennale von Venedig scheinen dies zu suggerieren, ohne eine eindeutige Antwort zu geben. Doch auch die anderen Abteilungen der heuer bewusst heterogenen Riesenschau lassen viele Fragen offen. 

Brüno Schironocolí. Who is Brüno Schironcolí?", fragte der französische Kunsthistoriker Thierry de Duve, als er vor einigen Wochen in Venedig den deutschen Kurator Kaspar König traf. Der Direktor des Kölner Museums Ludwig hatte den Auftrag des Kunststaatssekretariats angenommen, als Kommissär des österreichischen Pavillons zu fungieren, wenn "Bruno Gironcoli ausstellen möchte". Der 67-jährige Kärntner Bildhauer und Professor an der Universität der bildenden Künste Wien mochte. Und nun kennt auch Thierry de Duve - und mit ihm große Teile der Kunstwelt - die monumentalen Skulpturen des notorischen Kunstbetriebsverweigerers. Mögen tut er sie aber dennoch nicht. Er nennt Gironcolis Kunst "eine


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