Brot, Bier und Spiele

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 25/03 vom 18.06.2003

DONAUINSELFEST. Alte Rocker, Austropopper, Teeniebands, Witzereißer und das alles gratis. Seit zwanzig Jahren veranstaltet die Wiener SPÖ mit dem Donauinselfest das größte Open-Air-Festival Europas - ein straff organisiertes und populistisch programmiertes Fest. Brot und Spiele für die Wiener. 

Mit zwei Handys abwechselnd am Ohr kurvt Harry Kopietz über die in der Sommerhitze flirrende Donauinsel. Aber Gott sei Dank im klimatisierten Auto, Kennzeichen W-HAKO-1, aus der sicheren Kühle heraus gibt er letzte telefonische Kommandos an die fleißigen Mitarbeiter, begutachtet die Aufbauten fürs große Fest. Die braun gebrannten Bühnenarbeiter kraxeln mit nacktem Oberkörper auf den Gerüsten der Bühne herum. Kopietz, karenzierter Oberbrandmeister der Feuerwehr und Vater des Wiener Donauinselfests, steht stolz im roten Poloshirt vor der Hauptbühne: "Feste veranstalten war immer mein Hobby." Diese Leidenschaft hat er zum Beruf gemacht, kein ordentlicher Event der Stadt geht ohne Manager


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