Alternative Pop - In ganz Österreich: Musik, Zelt, Dosenbier

GERHARD STÖGER | Extra | aus FALTER 25/03 vom 18.06.2003

Während die Tonträgerindustrie allerorts über Gewinneinbrüche durch illegales CD-Brennen und MP3-Piraterie jammert, boomen Livekonzerte derzeit wie selten zuvor. Neben der ungewohnten Menge an Gastspielen internationaler Popsuperstars bieten sich dem heimischen Musikfan in den nächsten Wochen auch so viele prominent besetzte Festivals wie nie zuvor.

  Ein Zusammenhang zwischen der musikindustriellen Krise und dem Liveboom ist dabei augenfällig - schließlich erhöht sich das Budget fürs sommerliche Konzertvergnügen durch die Einsparung beim CD-Kauf ganz wesentlich. Und wenn zweitägige Festivalpässe weniger als sechzig Euro kosten, genügen bei den unverschämten aktuellen Tonträgerpreisen schon drei, vier nichtgekaufte CDs fürs geballte Liveerlebnis samt Anreise. Um die kommt man nämlich kaum je herum, da Festivals für gewöhnlich im ländlichen Gebiet stattfinden. Schließlich weiß man seit Woodstock, der schlammigen Mutter aller großen Konzertfestivals, dass die Musik

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