Traut euch doch!

Vorwort | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

KOMMENTAR. Weil der Bund nicht will, muss die Stadt Wien mutigere Politik für Lesben und Schwule machen. 

Wenn diesen Samstag bei der Regenbogenparade wieder Tausende Lesben und Schwule über die Wiener Ringstraße ziehen, dann hat das nicht nur was mit Spaß, Sichtbarmachen und Lebensfreude zu tun, sondern auch mit politischen Anliegen: Die Situation, in der Lesben und Schwule in Österreich leben, ist nämlich alles andere als lustig. Während sich die Queer-Communitys in anderen europäischen Ländern über Gleichstellung mit der heterosexuell veranlagten Bevölkerung und wachsende gesellschaftliche Akzeptanz freuen dürfen, Homosexuelle dort die Möglichkeit haben, ihre Freundinnen und Freunde zu heiraten und sogar gemeinsam Kinder zu adoptieren, hat sich in Österreich diesbezüglich in den vergangenen Jahren nicht viel getan.

Es wurde zwar vor einem Jahr - auf Drängen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg - der mittelalterlich anmutende Paragraph 209 aufgehoben,


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