Denk an morgen!

Politik | JULIA ORTNER und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

STADTPOLITIK. Ab Herbst werden in Wien die Köpfe rauchen: Die ÖVP braucht dringend Visionen. Und auch die SPÖ lässt freidenken. 

Aus Adi Tillers politischem Rezeptbuch, frühe Achtzigerjahre: Man nehme einen berühmten Wiener Künstler, Marke Hundertwasser, lasse den einen Baum auf eine Urkunde kritzeln und lege einen Zahlschein mit der Bitte um eine Spende bei. "Mit der Aktion hatten wir einen gigantischen Erfolg: 200.000 Schilling wurden auf den Döblinger Grünfonds eingezahlt", erinnert sich Tiller, seit 1978 ÖVP-Bezirkschef im 19. Bezirk. Schlau wie er ist, hatte der Schwarze seine Bürger nämlich auch gefragt, wo genau sie ihren persönlichen Baum denn gerne hätten - die Kombination aus Bürgernähe und Ökoschmäh rentierte sich dann auch bei den Wahlen. 1983 kam die ÖVP auf fast 35 Prozent. Der damalige Obmann Erhard Busek hatte noch ein Leiberl bei den Intellektuellen, Künstlern und Jungen - bei Tiller damals allerdings noch nicht.

Die Ideen und Konzepte wurden zu jener


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