Ein Bett im Jänner

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

ASYL. Zuerst hat Innenminister Ernst Strasser Asylwerber auf die Straße gesetzt - nun sollen alle Asylwerber vom Staat untergebracht und versorgt werden.

Manchmal passieren seltsame Dinge. "Wenn wir nichts tun, gehen wir einer Vision entgegen aus sieben Millionen Österreichern, 15 Millionen Indern, zwanzig Millionen Chinesen", sagte Innenminister Ernst Strasser vergangenen Oktober zur Verteidigung seiner umstrittenen Bundesbetreuungsrichtlinie - und musste sich herbe Kritik gefallen lassen. Wegen dieser kurz vor der Wahl erlassenen Richtlinie flogen Hunderte Flüchtlinge aus der Bundesbetreuung und standen von einem Tag auf den anderen ohne einen Groschen Geld auf der Straße (siehe auch Artikel Seite 68).

  Jetzt hat der Innenminister einen Entwurf in Begutachtung geschickt, nach dem ab 1. Jänner 2004 jeder Asylwerber vom Staat betreut, verköstigt, untergebracht und krankenversichert werden soll. Bislang war dies nur bei etwa einem Drittel der Asylwerber der Fall. Vor kurzem hat


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