Müde Regenbogenkrieger


NINA HORACZEK
Medien | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

UMWELT. Jahrelang feierte Greenpeace einen PR-Erfolg nach dem anderen. Mit dem Anti-Atom-Volksbegehren hat die Umwelt-NGO nun erstmals einen Bauchfleck gelandet. Interessieren sich die Österreicher nicht mehr für Öko-Themen?

Die Sonne war schuld. Oder die Pensionsreform. Die Politiker sowieso. Gäbe es bessere Volksvertreter, wären die Leute weniger politikverdrossen und hätten sicherlich unterschrieben. Aber weil die Welt eben so ist, wie sie ist, haben nur magere 131.853 Österreicher das Greenpeace-Volksbegehren "Atomfreies Europa" unterschrieben. So lautet zumindest der Tenor auf der Greenpeace-Abschlusspressekonferenz, wo die Aktivisten "maßlos enttäuscht" mit hängenden Köpfen versuchen, am mangelnden Interesse der Bevölkerung an ihren Anliegen herumzudeuteln.

Aber sind wirklich nur das schöne Wetter und die schlechte Welt die Ursachen der Blamage? Oder ist Greenpeace selbst schuld am Scheitern der Kampagne gegen Atomenergie? Schließlich hat das "Veto gegen Temelín"-Volksbegehren

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