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Medien | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

Open Source ist kein Jobkiller Dass sich Firmen mit freier Software, also kostenlos zugänglichen Programmen, viel Geld sparen können, ist bekannt. Nun hat das Wirtschaftsministerium untersuchen lassen, wie sich das auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Denn Gegner von Open Source warnen oft davor, dass dadurch viele Arbeitsplätze in der Softwareindustrie gefährdet seien. Die Studie, die von der Softwarefirma Uptime in Kooperation mit der Wirtschaftsuni Klagenfurt erstellt wurde, belegt, dass dem nicht so ist. Schließlich müssen Firmen, die auf Open Source zurückgreifen, Fachleute bezahlen, die ihnen die entsprechende Software oder das Betriebssystem implementieren und die Mitarbeiter darauf einschulen. Und IT-Personalkosten sind bis zu 15-mal höher als Softwarekosten. Damit es für die Unternehmer nicht zu teuer wird, regt die Studie an, Lehrlinge zum Beispiel auch auf dem Open-Source-Betriebssystem Linux und nicht nur auf dem teuren Windows zu schulen.

Republik arbeitet mit freier Software Dem Beispiel Deutschlands folgend, wo der Bundestag und die Münchner Stadtverwaltung auf Linux umgestiegen sind, werden derzeit in Österreich die Weichen für den Einsatz von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung gestellt. Andreas Nemec, Geschäftsführer der Bundesbeschaffungs GmbH, will dazu Rahmenverträge ohne Abnahmeverpflichtung abschließen. Nun sei seitens der Politik zu entscheiden, ob die Verwendung von "offener Quellcode-Software" die Wirtschaft nicht belebe, indem sie österreichischen Programmierern ermöglicht, der öffentlichen Hand kreative Möglichkeiten zur Erweiterung des E-Government anzubieten.

E-Government-Koordinator Diesen neuen Job im Bundeskanzleramt hat Christian Rupp ergattert. Er soll Vertreter von Bund, Ländern und Gemeinden an einen Tisch bringen, damit sie gemeinsam smarte elektronische Behördenwege anlegen.


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