WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

Unendlicher Kosmos

Als Ergebnis der Auseinandersetzung schwebt dem Künstler ein Bilderzyklus vor, und damit steht er zugleich auch vor der immer wiederkehrenden Frage: Einzelbild oder Gesamtkunstwerk? Kompromiss oder grenzenlose Freiheit? Feigheit oder Mut? Und nicht zuletzt: Warten oder leben?

Die Galerie Vernissage informiert über eine "Literaturvermalung".

Becketts "Warten auf Godot" zieht sich wie ein roter Faden durch Moritz' Kunstwerk: Textpassagen erklären und werden verdeutlicht. Farbe und Schrift, Malerei und Fotos bilden eine Einheit. Ein unendlicher Kosmos, geboren aus Ideen, Bewegung und intellektueller Auseinandersetzung, paart sich mit Ironie und Humor. Spielerische Leichtigkeit stellt sich ein, und die Frage nach dem Erscheinen Godots verliert an Bedeutung.

Wladimir: "Nun ist es wirklich sinnlos."

Estragon: "Noch nicht genug."

Dieser Sinnlosigkeit versucht Moritz zu entgehen, indem er die Leinwand zerschneidet.

Tramway ex machina

Für Weihs hat Helfen viele Formen. Er erinnert sich an eine Frau am Praterstern in Wien, die plötzlich eine Kreislaufstörung fühlte und auf offener Straße nach einem Sessel verlangte. Da keiner in der Nähe war, gab Weihs ihr einen kurzen geistlichen Beistand, worauf sie ihre Straßenbahn erkannte und eilig einstieg. "Noch im Einsteigen winkte sie mir dankbar zu ...", so Weihs.

Das Magazin Freedom über den "Scientology-Geistlichen" Helmuth Weihs.

Sein unrühmlicher Höhepunkt

Mit dem gestern von der politisch gescheiterten Opposition gegen den parteifreien Finanzminister eingebrachten Misstrauensantrag erreichte die Hetzkampagne gegen Karl-Heinz Grasser seinen unrühmlichen Höhepunkt.

Liest man auf www.khg.at. Jedoch: Auch dieser Versuch scheiterte mehr als deutlich im Nationalrat.


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