When Harry Met Cho

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

LITERATUR. Ökonomisch bricht der soeben erschienene Roman "Harry Potter and the Order of the Phoenix" alle Rekorde, literarisch enttäuscht er. 

Es gibt Ereignisse, die keiner vorausgesehen hat. Gerade deswegen wissen wir noch nach Jahren, was wir gerade getrieben haben, als Prinzessinen verunglückt oder voll getankte Verkehrsmaschinen in Wolkenkratzer geflogen sind. Und es gibt Ereignisse, die monatelang angekündigt werden und dann umso verlässlicher stattfinden. Sie erzeugen sich sozusagen selbst. Mit 8,5 Millionen Exemplaren von J.K. Rowlings "Harry Potter and the Order of the Phoenix" lässt der englische Verlag Bloomsbury die größte Bücherlawine los, die je über die Muggel-Welt herniedergegangen ist. Der Verleger, der 1995 - zwei Jahre bevor ihn Harry Potter für lange, lange Zeit von den roten Zahlen erlösen sollte - noch Verluste von 391.000 Pfund schrieb, darf für das heurige Jahr mit Gewinnen von rund 15 Millionen Pfund rechnen.

  "Das ist absolut bescheuert. Es ist


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